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ESMI ... ein Jahr später




Vor einem Jahr veröffentlichte ich meinen ersten "Einen Scheiß muss ich" - Post.
Was sich seitdem bei mir getan hat, möchte ich euch heute berichten.

Tommy Jauds Buch: "Einen Scheiß muss ich", gab mir den Mut und die Einsicht, endlich ein großes Manko in meinem Leben anzupacken: "Nein-Sagen".
Ich weiß, viele von euch kennen diese Problematik! Anhand der vielen Kommentare und Berichte aus den letzten "ESMI-Posts", kristallisierte sich dieses hauptsächliche Frauenproblem deutlich heraus: Wie können nicht NEIN sagen.


"Kannst du mal kurz" ... "Das ist doch kein Problem für dich" ... "Bestimmt hast du da Zeit" ... "Sollen wir uns mal wieder" ... "Es wäre ganz toll wenn du" ...

NEIN! Denn "einen Scheiß muss ich"!!! 

Ich kann weder schnell die Pflanzen gießen, wenn du 12 Wochen auf Weltreise bist, denn eigentlich kennen wir uns doch gar nicht.
Ich kann nicht deine schlechte Stimmungen verteidigen, wenn du mal wieder schlecht drauf bist, denn was kann ich dafür? 
Ich kann mir nicht immer nur deine Probleme anhören und du fragst mich nie wie es mir geht, denn sowas ist keine Freundschaft.
Ich kann nicht mal schnell bei deinem Umzug helfen, weil du dir das Umzugsunternehmen sparen möchtest, dann aber nur rumstehst und alle anderen schuften lässt.
Ich kann dich nicht besuchen, weil dort eine so negative Atmosphäre herrscht, dass ich die nächsten Tage niedergeschlagen bin.
Ich kann mich nicht mehr mit dir unterhalten, weil du immer nur negative Dinge erzählst.
Ich kann mich nicht mehr mit dir unterhalten, weil du immer nur über Andere herziehst.
Ich kann dein falsches Verhalten nicht mehr vor anderen verteidigen, denn es ist einfach Falsch. 
Ich kann mich nicht mehr mit dir treffen, weil wir einfach nicht auf einer Wellenlänge sind.

Das alles und noch viel mehr habe ich dieses Jahr gelernt. Und zu all diesen Punkten und noch viel mehr habe ich NEIN gesagt.

Einfach NEIN. Schluß. Aus. Basta. Manchmal ohne Begründung. Manchmal mit.
Und ganz OHNE schlechtes Gewissen.

Und ich fühle mich endlich richtig Frei und nicht mehr Fremdbestimmt.
Fremdbestimmt im Sinne von: "das muss man halt so machen". Nein! Ich muss gar nichts. Wirklich überhaupt gar nichts.

Einer der wichtigsten Punkte die ich in diesem Jahr entdeckt habe, auch wenn es sich nun drastisch anhört: Ich muss nur sterben. Mehr muss ich in diesem Leben wirklich nicht. Und diese Einstellung gibt mir innerlich eine maximale Freiheit.

Das alles habe ich letztes Jahr gelernt, geübt und umgesetzt.

Und wisst ihr was: ich sitze immer noch hier, habe sogar weiterin Freunde in meinem Leben (zwinkerzwinker) und lass mich nicht mehr von anderen bequatschen. Denn das hier ist mein Leben.
Am Anfang hatte ich wirklich vor den Konsequenzen Angst! Wie reagiert mein Umfeld? 
Die Überraschung: alle die mich gut kennen, waren nie böse wenn ich Nein gesagt habe. Wirklich nie!!! 
Und alle anderen spielen keine Rolle mehr in meinem Leben. Ein paar Menschen habe ich durch "ESMI" verloren, aber das ist in Ordnung.

Ich bin glücklich und ausgeglichen und fühle mich FREI. Und dieses Gefühl habe ich sehr stark "ESMI" zu verdanken.


Wie ging es euch in letztem Jahr mit "ESMI"? Habt ihr es durchgezogen, ist es in Vergessenheit geraten, hat sich viel in eurem Leben dadurch verändert?
Ich bin wirklich sehr auf eure Berichte gespannt! Schreibt mit unbedingt.

Eure Ines


P.S. Diese Buch war der große Ausschlaggeber: "Einen Scheiß muss ich" (KLICK) von Tommy Jaud. Aber nicht erschrecken! Es ist nicht der klassische Ratgeber, sondern die Geschichte von Sean Brummel, der ein sehr unglückliches und fremdbestimmtes Leben führt. Er erkennt eines Tage die finale Weisheit: "ESMI" und kremplt dann auf eine sehr drastische Weise sein komplettes Leben um. Das Buch lebt von Extremen und einem großen Augenzwinkern. Aber die Botschaft steht: Einen Scheiß muss ich.




Die ESMI-Posts vom letzten Jahr findet ihr hier:

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VIELEN DANK!!!

Kommentare

  1. Guten Morgen Ines,
    zuerst wünsche ich Dir noch ein gutes, neues Jahr und das alle Deine Wünsche in Erfüllung gehen mögen!
    Deinen Post heute habe ich sehr gern gelesen, ich arbeite noch immer daran, bei bestimmten Nein-Situationen nicht ein schlechtes Gewissen zu haben (klappt noch nicht so ganz, aber ich hoffe ich werde besser).
    Auf jeden Fall habe ich mich bei einigen Situationen sofort wieder erkannt (und das geht bestimmt nicht nur mir so).
    Nun gehe ich mit einem Augenzwinkern weiter und bin froh das es mir nicht allein so geht oder ging (das fand ich früher schon schön, wenn man sich mit anderen Müttern unterhalten hatte wo eben auch nicht alles perfekt war, das hilft ungemein).
    Liebe Grüße sendet Dir
    Kirsi

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    1. Liebe Kirsi, so ganz perfekt ist es bei mir auch noch nicht. Aber nur durch Übung wird es besser. Un ja, es ist schön Gleichgesinnte zu finden, ABER: man muss dann auch gemeinsam einen Schritt nach vorne machen und darf nicht im Selbsmitleid baden.

      Liebste Grüße von Ines

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  2. Liebe Ines,
    ich habe mich ja schon in 2015 von einigen Verbindungen und Menschen getrennt und es hat mir nicht geschadet. In 2016 habe ich mich auch mehr auf mich und meine Prioritäten konzentriert und fast nur Sachen gemacht, auf die ich wirklich Lust hatte. Das ist wirklich ungeheuer befreiend. Vielleicht aber auch einfach ein Weg, reifer und "erwachsener" zu werden. Ganz liebe Grüße, Rahel

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    1. Perfekt, liebe Rahel! Das freut mich sehr. Ich finde es auch unglaublich befreiend.

      Liebste Grüße von Ines

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  3. Ja, einen Sch... muß ich genauso ist es liebe Ines. Dazu brauche ich aber kein Buch, nicht böse sein, das weiß ich von alleine.

    Ich muß überhaupt nichts und jetzt im Ruhestand noch weniger. Gut, früher bei der Arbeit da mußte ich schon, aber seit VIERJAHRENMACHEICHWASICHWILL.

    Nein zu sagen, ist eine Sache, die man selbst entscheiden muß, allerdings muß ich da aufpassen, dass ich nich ausgenutzt werde. Das habe ich neulich gemerkt, aber ich habe die Bremse gezogen, bevor es sich als Fass ohne Boden entwickelt.

    Vorsätze, mag ich gar nicht, denn die werden meist nicht eingehalten, wie auch?!

    Da lese ich abnehmen, wenn ich lese, wieviele Personen schon abnehmen wollten, die nach drei oder vier Jahren immer noch da standen und verkündeten es immer wieder. Nun will Jemand bis Oster 10 Kilo abnehmen. Man wird sehen, ich bin da allerdings nicht so optimistisch.

    Auch muß ich immer lachen, wenn Jemand perfekt sein will. Das wird es niemals geben, denn kein Mensch ist perfekt.

    Perfektion ist nicht alles und ich will gar nicht perfekt sein.

    Das mußte ich unbedingt loswerden.

    Lieben Gruß Eva


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    1. Toll, liebe Eva, dass du ESMI schon kennst und umsetzt. Viele brauchen einen Anfangsschubser durch ein Buch oder einen Blogpost!
      Vorsätze gibt es bei mir auch keine, finde ich wirklich blöd.
      Danke für deine Worte, ich freue mich immer, wenn du hier ehrlich bist.

      Liebste Grüße von Ines

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  4. Liebe Ines,
    zuerst mal noch schnell alles Gute für´s neue Jahr. Kann man ja noch, oder? Ich find bis Ende dieser Woche geht´s so gerade noch.... Ich schweife ab....Schuldigung ☺
    Du hast schon Recht mit deiner ESMI-Einstellung. Freut mich, dass du es erfolgreich durchgezogen hast.
    Ich hatte ja zu anfang deiner Aktion schon geschrieben, dass es immer Dinge gibt die ich leider doch tun muss, aber .....ich habe es geschafft auch Diese zu reduzieren. Läuft super!!

    glg Nicole

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    1. Natürlich! Happy new year.
      Klaro, manche Dinge muss man einfach machen. Von denen spreche ich aber nicht. Hier geht es hauptsächlich um freie Entscheidungen, die nicht gleich das eigene Leben über den Haufen schmeißen ;-))), sondern im Kleinen ganz Groß wirken.
      Und ich freue mich sehr, dass du auch schon so tolle Fortschritte gemacht hast.

      Liebste Grüße von Ines

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  5. Liebe Ines, aus diesem Modus bin ich schon lange raus. Zumindestens was mein Privatleben anbelangt. Und. Es ist unheimlich befreiend. Dazu beigetragen hat eine "Freundschaft" die meine ganze Energie gefressen hat und aus die ich mich befreien musste. Selbst dafür bin ich heute dankbar, denn das hat mich ein Stück weit reifen lassen.
    Als "Assistentin" von Berufes wegen her, ist das natürlich ein krasser Unterschied, wozu "darf" ich da schon NEIN sagen. Manchmal muss man Dinge erledigen, oder Fragen stellen, von denen ich im Voraus die Antwort kenne. Ein klares Nein, das zählt dann nicht, wenn man nicht die Begründung mitliefert, man hätte es nicht versucht. Politik. Mit zunehmenden Alter bin ich mir bewusst, dass ich nicht mehr der wahren Berufung folge.
    Danke für Deinen tollen Post und viele liebe Wochenend-Grüsse,
    Sabine

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  6. Hallo Ines,
    oh jaaaa... ein ganz heißes Thema war es bis vor etwas mehr als einem Jahr auch bei mir. Und JA, ich kann nur bestätigen, dass es einen sehr befreit. Für mich ist das NEIN, das ehrliche JA zum Leben. Das Buch kenne ich allerdings von meiner Nichte (schwärmt davon), die es jetzt gerade liest und mehr und mehr umsetzt. Ganz viele liebe Grüße, Liane (einst Hus Finch)

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  7. Ganz soweit wie du bin ich noch nicht, aber auf einem guten Weg und es fühlt sich schon verdammt gut an. Für den Rest werde ich mir jetzt dieses Buch anschaffen ;-).
    Herzlichst Ulla

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Ich freue mich so sehr über jedes nette Wort!
Thank your for your lovely words!